Leistungen / Detailübersicht
Anhaltende Beschwerden nach COVID-19 individuell beurteilen.
Nach einer SARS-CoV-2-Infektion können Beschwerden länger anhalten oder neu auftreten. Unter Long Covid werden unterschiedliche gesundheitliche Folgen zusammengefasst. Das Beschwerdebild ist vielfältig; zugleich müssen andere behandelbare Ursachen berücksichtigt werden.
Erschöpfung, eingeschränkte Belastbarkeit, Konzentrationsprobleme, Atembeschwerden oder Herzklopfen können auftreten. Eine verzögerte Verschlechterung nach körperlicher oder geistiger Anstrengung (PEM) ist ein besonders wichtiger Hinweis. Sie sollte bei der Planung von Maßnahmen berücksichtigt werden.
Wir erfassen den zeitlichen Zusammenhang, die Auswirkungen im Alltag und die Reaktion auf Belastung. Untersuchung und gezielte Diagnostik richten sich nach den Beschwerden. Bei Bedarf koordinieren wir die Einbindung geeigneter Fachpraxen und weiterer Versorgungsangebote.
Die Behandlung wird auf Symptome und Belastungsgrenzen abgestimmt. Bei PEM wird Überlastung vermieden; ein pauschales Trainingssteigerungsprogramm ist dann nicht geeignet. Wir unterstützen alltagstaugliche Anpassungen, notwendige Kontrollen und gegebenenfalls Rehabilitations- oder sozialmedizinische Fragen. Eine feste Heilungsdauer kann nicht zugesichert werden.
Wir besprechen, welche Veränderungen Sie im Alltag beobachten sollten und wann eine erneute Kontrolle sinnvoll ist. Ihre Fragen, persönliche Ziele und die Verträglichkeit der Behandlung fließen in die weiteren Entscheidungen ein. Bei Bedarf stimmen wir uns mit den behandelnden Facharztpraxen ab.
Bringen Sie Ihre Versichertenkarte, aktuelle Arztbriefe, vorhandene Untersuchungsergebnisse und eine Medikamentenliste mit. Notieren Sie Veränderungen Ihrer Beschwerden und die wichtigsten Fragen. Ändern Sie eine bestehende Behandlung nicht eigenständig; wir besprechen gemeinsam, ob Anpassungen nötig sind.