Leistungen / Detailübersicht
Impfungen bei eingeschränkter Immunabwehr sorgfältig abstimmen.
Eine angeborene oder erworbene Immunschwäche sowie bestimmte Medikamente können das Infektionsrisiko erhöhen. Gleichzeitig kann die Impfantwort vermindert sein. Deshalb sind Impfstoffauswahl und Zeitpunkt besonders wichtig und werden individuell geplant.
Anlass zur Beratung sind beispielsweise immunsuppressive Behandlung, bestimmte Autoimmunerkrankungen, HIV oder eine geplante Therapie, die die Abwehr beeinflusst. Nicht jede Einschränkung ist gleich; Art und Stärke der Immunsuppression bestimmen das Vorgehen.
Tot- und Lebendimpfstoffe müssen unterschiedlich beurteilt werden. Lebendimpfstoffe können bei bestimmten Formen der Immunsuppression ungeeignet sein. Wenn möglich, wird der Schutz vor Behandlungsbeginn überprüft. Wir stimmen notwendige Abstände, mögliche Kontrollen und Impfungen enger Kontaktpersonen mit den zuständigen Fachpraxen ab.
Vor einer Impfung besprechen wir Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien und frühere Impfreaktionen. Sie erhalten Informationen zu Nutzen und möglichen Nebenwirkungen. Danach ist eine kurze Nachbeobachtung vorgesehen. Schmerzen oder Rötung an der Einstichstelle sowie vorübergehende Allgemeinbeschwerden können auftreten; stärkere oder länger anhaltende Beschwerden sollten ärztlich beurteilt werden.
Medizinisch empfohlene Impfungen können im Rahmen der geltenden Schutzimpfungs-Richtlinie Kassenleistungen sein. Maßgeblich sind die konkrete Indikation und Ihr Versicherungsschutz. Bei beruflich veranlassten Impfungen kann auch der betriebsärztliche Dienst zuständig sein. Umfang und mögliche Kosten besprechen wir vorab.
Bringen Sie Ihren Impfpass und eine aktuelle Medikamentenliste mit. Nennen Sie geplante Reisen, eine Schwangerschaft oder eine immunsuppressive Behandlung. Die konkrete Impfserie und notwendige Auffrischungen richten sich nach dem Impfstoff und den jeweils aktuellen Empfehlungen.