Leistungen / Detailübersicht
Nach möglichem HIV-Risikokontakt sofort medizinische Hilfe aufsuchen. Die Abklärung ist zeitkritisch.
Die HIV-Postexpositionsprophylaxe, kurz PEP, ist eine zeitlich begrenzte Medikamentenbehandlung nach bestimmten möglichen HIV-Expositionen. Sie soll eine Infektion verhindern. Ob sie sinnvoll ist, hängt vom Kontakt und dem tatsächlichen Risiko ab und muss schnell ärztlich beurteilt werden.
Ein möglicher Beginn sollte so früh wie möglich erfolgen, möglichst innerhalb weniger Stunden. Warten Sie nicht auf einen regulären Termin oder eine Antwort über ein Kontaktformular. Außerhalb der Praxiszeiten wenden Sie sich an eine geeignete Notaufnahme oder HIV-Schwerpunktversorgung. Auch nach längerer Zeit ist eine zeitnahe Beratung wichtig.
Die ärztliche Versorgung umfasst eine Risikoeinschätzung und gegebenenfalls Tests sowie die Auswahl der Medikamente. Eine PEP wird gewöhnlich über mehrere Wochen eingenommen. Kontrollen prüfen Verträglichkeit und Infektionsstatus. Ergänzend können andere sexuell übertragbare Infektionen und ein Hepatitis-B-Impfschutz berücksichtigt werden.
Wir erläutern die Befunde verständlich und besprechen, welche Maßnahmen zu Ihrer Situation passen. Falls weitere Untersuchungen oder eine fachärztliche Mitbeurteilung erforderlich sind, unterstützen wir die Planung. Bitte bringen Sie vorhandene Befunde und eine aktuelle Liste Ihrer Medikamente und Nahrungsergänzungen mit.
Bitte suchen Sie nach einem möglichen HIV-Risikokontakt sofort medizinische Hilfe auf. Warten Sie nicht auf einen regulären Termin.