Leistungen / Detailübersicht
Anhaltende Erschöpfung differenziert beurteilen.
Fatigue bezeichnet eine ausgeprägte Erschöpfung, die sich durch gewöhnliche Erholung nicht ausreichend bessert. Sie kann verschiedene Erkrankungen begleiten. ME/CFS ist ein eigenständiges Krankheitsbild und darf nicht mit jeder Form von chronischer Müdigkeit gleichgesetzt werden.
Betroffene berichten beispielsweise über reduzierte Belastbarkeit, Konzentrationsprobleme und nicht erholsamen Schlaf. Bei ME/CFS ist eine verzögert auftretende Verschlechterung nach körperlicher oder geistiger Belastung besonders wichtig, die sogenannte Post-Exertionelle Malaise (PEM).
Wir erfassen Beginn, mögliche Infekte, Belastungsreaktionen und Begleitsymptome. Die Untersuchung und gezielte Tests dienen auch dem Erkennen behandelbarer anderer Ursachen. Je nach Befund koordinieren wir spezialisierte Abklärung. Ein normales Standardlabor schließt ME/CFS nicht aus.
Die Unterstützung richtet sich nach der Ursache und Ihren Belastungsgrenzen. Bei PEM wird Überlastung vermieden; eine pauschale, fortlaufende Steigerung körperlichen Trainings ist ungeeignet. Wir besprechen Symptomlinderung, alltagstaugliche Anpassungen und bei Bedarf sozialmedizinische Unterstützung. Die Ziele werden gemeinsam festgelegt.
Wir besprechen, welche Veränderungen Sie im Alltag beobachten sollten und wann eine erneute Kontrolle sinnvoll ist. Ihre Fragen, persönliche Ziele und die Verträglichkeit der Behandlung fließen in die weiteren Entscheidungen ein. Bei Bedarf stimmen wir uns mit den behandelnden Facharztpraxen ab.
Bringen Sie Ihre Versichertenkarte, aktuelle Arztbriefe, vorhandene Untersuchungsergebnisse und eine Medikamentenliste mit. Notieren Sie Veränderungen Ihrer Beschwerden und die wichtigsten Fragen. Ändern Sie eine bestehende Behandlung nicht eigenständig; wir besprechen gemeinsam, ob Anpassungen nötig sind.