Leistungen / Detailübersicht
Nach einem Herzinfarkt die weitere Versorgung und Vorbeugung koordinieren.
Ein Herzinfarkt ist ein akuter Notfall, bei dem Herzmuskelgewebe durch eine gestörte Blutversorgung geschädigt werden kann. Nach der Krankenhausbehandlung stehen Erholung, Rehabilitation und die Vermeidung eines erneuten Ereignisses im Mittelpunkt. Diese Seite beschreibt die langfristige Nachsorge.
Neue Brustschmerzen, Druck oder Enge, kalter Schweiß, Übelkeit oder Atemnot können auf einen erneuten Infarkt hinweisen. Auch ungewöhnliche Beschwerden sind möglich. Rufen Sie bei Verdacht sofort 112 und warten Sie nicht auf einen regulären Praxistermin.
Für die Nachsorge nutzen wir den Entlassungsbericht, Angaben zu Eingriffen und den Medikamentenplan. Wir beurteilen Belastbarkeit, Blutdruck, Blutfette und mögliche Begleiterkrankungen. Kardiologische Kontrollen und die Teilnahme an einer Rehabilitation werden nach dem individuellen Befund abgestimmt.
Verordnete Medikamente schützen unter anderem vor erneuten Gefäßverschlüssen und behandeln Risikofaktoren. Besonders nach einer Stentbehandlung dürfen Gerinnungshemmer nicht eigenständig abgesetzt werden. Wir unterstützen beim Rauchstopp, bei alltagstauglicher Ernährung und dem schrittweisen Wiederaufbau der Belastbarkeit gemäß dem ärztlichen Rehabilitationsplan.
Wir besprechen, welche Veränderungen Sie im Alltag beobachten sollten und wann eine erneute Kontrolle sinnvoll ist. Ihre Fragen, persönliche Ziele und die Verträglichkeit der Behandlung fließen in die weiteren Entscheidungen ein. Bei Bedarf stimmen wir uns mit den behandelnden Facharztpraxen ab.
Bringen Sie Ihre Versichertenkarte, aktuelle Arztbriefe, vorhandene Untersuchungsergebnisse und eine Medikamentenliste mit. Notieren Sie Veränderungen Ihrer Beschwerden und die wichtigsten Fragen. Ändern Sie eine bestehende Behandlung nicht eigenständig; wir besprechen gemeinsam, ob Anpassungen nötig sind.